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Architektur im Kontext

19.–26.09.2014

plan14-parcours

 

Die gute Nachricht:

plan, die internationale Architekturveranstaltung in Köln, findet vom 19. bis 26. September 2014 statt!

Allerdings: wegen der, trotz aller Proteste, gestrichenen Fördermittel des NRW-Bauministeriums nicht wie geplant im Biennale-Format, sondern als Interimsversion unter dem Titel plan14-parcours. Die Stadt Köln wie die GAG Immobilien AG halten ihre Förderung aufrecht, die Kölner Verkehrs-Betriebe AG konnte als neue Unterstützerin gewonnen werden, und viele solidarische Teilnehmer stärken auch und gerade in diesem Jahr das seit 1999 bestehende Architekturvermittlungsprojekt plan mit engagierten Beiträgen zum Thema „Architektur im Kontext“. Das von den plan-Initiatoren Kay von Keitz und Sabine Voggenreiter gesetzte Thema wurde bereits im vorigen Jahr beim plan-prolog diskutiert, lanciert und publizistisch „untermauert“ durch die kürzlich erschienene deutsch-englische Publikation Architektur im Kontext. Die Entwicklung urbaner Lebensräume jenseits von Masterplan und Fassadendiskussion .

 

Format

Alternativ zum Biennale-Format und in Vorbereitung einer Neuaufstellung von plan als Architektur Biennale Köln im Jahr 2015 realisieren die Veranstalter mit zentralen Partnern vom 19. bis 26. September 2014 ein konzentriertes Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm als Interim. Den Kern der plan-Woche bildet ein 24-stündiger „Architekturmarathon“ am Wochenende 20./21. September.

Mit unterschiedlichsten Beiträgen wie Ausstellungen, Interventionen, Aktio- nen, Führungen, Präsentationen, Vorträgen, Lesungen, Diskussionen sind u. a. beteiligt: Bund Deutscher Archi- tekten BDA Köln, AKJAA – Arbeitskreis Junge Architekten und Architektinnen BDA, AIT ArchitekturSalon Köln, Haus der Architektur Köln hdak, FH Köln, RWTH Aachen, TU München, Texas A+M University, UAA – Ungers Archiv für Architekturwissenschaft, kap Kölner Architekturpreis, Literaturhaus Köln, Martin Stankowski und Christian Schaller (Projekt „Via Culturalis“), Katrin Bohn von Londoner Büro Bohn&Viljoen Architects, Martin Bachem, Marco Hem- merling, LABOR Ebertplatz, Barbara Hofmann-Johnson und Necmi Sönmez („Urbane Landschaften : KölnIstanbul“ mit Arbeiten von Boris Becker und Murat Germen), Büro für Städtereisen – Boris Sieverts, SSZ Sued mit Stefan Marx, TAAT Architektur-Theater-Projekt HALL02 (B/NL) in Kooperation mit Studiobühne Köln und Art & Amen.

 

Thema: Architektur im Kontext

Die konkrete Architektur als Gebautes, insbesondere in dem vielgestaltigen Konglomerat, das wir als Stadt bezeichnen, vereinigt komplexe Voraussetzungen wie Wahrnehmung, Erfahrung, Verständnis, Vorstellung und Planung. Das Gebaute „vollendet“ sich erst durch diejenigen, die es nutzen und darin leben – das gilt ganz besonders für Stadt und städtisches Leben, für die Stadt als gemeinsame „Wohnung“, aber auch als vielschichtiges infrastrukturelles System mit technischen, sozialen, kulturellen, politischen und ethischen Komponenten. „Architektur im Kontext“ erstreckt sich daher weit in die Bereiche des Urbanistischen, was die einzelnen Gebiete des Ästhetischen, Sozialen, Psychologischen, Philosophischen, Natur- und Raumwissenschaftlichen mit beinhaltet und auf ganz unterschiedliche Weise sowohl in der analytischen Reflexion wie im praktischen Handeln zusammenführt. Insbesondere geht es um Quartiersentwicklung, den Vergleich internationaler kreativer Quartiere und dort agierender Initiativen, Alltagskreativität, Kreativitätsforschung, tatsächliche und vermeintliche Stadtentwicklungspotenziale durch Kunst und Künstler, endogene und grüne Stadtentwicklung, um urbane Identitätsbildung, Stadtraumqualitäten, technische und ästhetische Innovationen, gestalterische und strukturelle Nachhaltigkeit, Planung von Unplanbarem.