plan wird zur Biennale.
Und plan12 hat schon begonnen!
plan, das 1999 gegründete internationale Forum aktueller Architektur, wechselt in einen Biennale-Rhythmus, um sich seiner umfangreichen und vielgestaltigen Vermittlung von brisanten Architektur- und Stadtentwicklungsthemen mit jeweils mehr „Anlauf“ widmen zu können. Das heißt, die nächste „echte“ Ausgabe von plan wird es 2012, dann allerdings im Biennale-Format geben. Das heißt aber auch, dass Freunde und Fans bis dahin nicht ganz auf plan-Ereignisse verzichten müssen, denn wir werden zu einer Reihe von Veranstaltungen und Aktionen einladen, um gemeinsam mit allen Engagierten und Interessierten auf das Programm von plan12 hinzuarbeiten.
Den Auftakt haben wir bereits gemacht: mit dem plan12-prolog, der am Wochenende vom 7. bis zum 9. Oktober 2011 in der DQE-Halle in Köln-Ehrenfeld stattgefunden hat. Fünf Vorträge, drei Arbeitskreise und drei Führungen mit hochkarätigen Referenten zum plan12-Thema Szenario lebenswerte Stadt – intelligente Konzepte für Mobilität, Klimaschutz und Gestaltung wurden von insgesamt mehr als 250 fachlich bestens informierten Teilnehmern besucht. Die schriftliche Dokumentation der Vorträge und Arbeits- ergebnisse sowie der Führungen können Sie hier als PDF herunterladen. Die von Andreas Denk, Simon Hubacher, Heiner Monheim, Oliver Hall und Christa Müller gehaltenen Vorträge stehen Ihnen hier zusätzlich als Videodokumentation zur Verfügung.
Auch über unsere nächsten Schritte in Richtung plan12 halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden. Falls Sie selbst zu unserem Thema passende Projektvorschläge für unser Gesamtprogramm haben sollten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.
Thema
Nach den Schwerpunkten „Wohnen“ (2004-2006), „Urbanismus“ (2007-2009) sowie „Stadt, Architektur und Künste“ (2010) widmet sich plan12 der immer breiter diskutierten Frage, wie der dringend erforderliche ökologischen Wandel in Architektur Städte(um)bau aussehen kann und soll. Unter dem Titel Szenario lebenswerte Stadt – intelligente Konzepte für Mobilität, Klimaschutz und Gestaltung wollen wir über den internationalen Stand der Dinge und die sich abzeichnenden Perspektiven informieren und debattieren.
Der weltweite Klimawandel verlangt Antworten auf unterschiedlichsten Ebenen. Da fast 70 Prozent der europäischen Bevölkerung in städtischen Gebieten wohnen, weltweit sind es inzwischen mehr als 50 Prozent, bilden die Städte den zentralen Fokus, um Klimagasemissionen in Europa zu reduzieren. Die Herausforderungen des Klimaschutzes tangieren daher unmittelbar die Stadtentwicklungspolitik. Die nationalen und europäischen Ziele für die Reduzierung des CO2-Ausstosses bis 2020 liegen bei 30 Prozent der Emissionen von 1990. Ehrgeizige Gemeinden, Städte, Experten und Nichtregierungsorganisationen orientieren sich aber schon heute an dem langfristigen Ziel einer vollständig abgasfreien und „CO2-neutralen“ Stadt. Dazu werden in Europa und weltweit Strategien und Instrumente erprobt, die jedoch oft „sektoral“ und damit in ihrer Wirkung begrenzt sind. Sie setzen darauf, dass klimabewusstes Handeln von Schlüsselakteuren, Firmen und Bürgern stetig zunimmt. In jüngster Zeit gibt es parallel dazu eine wachsende Zahl von integrativen, räumlich begrenzten Pilotvorhaben und Projekten, die darauf abzielen, Nullemission in unterschiedlichen städtischen Maßstäben umzusetzen. Sie gehen davon aus, dass es möglich ist, CO2-neutrale Städte zu realisieren, und untersuchen, wie dazu geeignete Stadterneuerungsprozesse für Quartiere oder ganze Städte initiiert und umgesetzt werden können.
Bei plan12 soll allerdings kein Zahlensport betrieben, sondern das thematisiert, analysiert und diskutiert werden, was hinter all dem das „Eigentliche“ ausmacht: die Entwicklung unserer Städte zu lebenswerten Orten und Räumen, wo intelligente und über den Tag hinausweisende Antworten auf drängende soziale, verkehrliche, klimatische und ästhetische Fragen gefunden werden. Neue und manchmal auch nicht mehr ganz so neue, aber trotzdem sehr beachtenswerte Strategien und Methoden in Architektur und Stadtentwicklung spielen dabei eine zentrale Rolle – bei plan12 sollen, unter aktiver Beteiligung der Besucher, viele von ihnen vorgestellt und (wenn möglich) auch auf ihre Tauglichkeit hin überprüft werden.
Kay von Keitz und Sabine Voggenreiter
plan to become biennial.
And plan12 is already beginning this year!
plan, the international forum for contemporary architecture, is changing to a biennial rhythm to dedicate itself with even more 'momentum' to each comprehensive and multiform treatment of highly charged topics in architecture and urban development. This means that the next 'genuine' edition of plan will be held in 2012, yet in biennial format from now on. It also means that friends and fans will not have to forego plan events completely until then. In the meanwhile, we will be issuing invitations to a series of events and activities at which we will join with all committed and interested individuals and work to develop the programme for plan12.
We will launch these preparations with the plan12-prologue, which will be held the weekend of 7-9 October 2011 at the DQE Hall in Cologne-Ehrenfeld, featuring presentations, workshops and discussions.
Topic
Following the emphases on 'Living' (2004-2006), 'Urbanism' (2007-2009) and 'City, Architecture and the Arts' (2010) plan12 is dedicated to the increasingly broadly discussed question of the form the urgently needed transformation in the architecture of urban (re)development can and should take. Under the title Scenario of the city worth living – intelligent concepts for mobility, climate protection and design, we want to provide information and debate about the current state of affairs internationally, and the emerging prospects in this area.
Worldwide climate change demands answers at a very wide variety of levels. With nearly 70 percent of the European populace living in urban areas - and his figure has climbed to more than 50 percent globally - cities represent the principal focus for reducing emissions of gases harmful to the climate. This is why the challenges for climate protection have a direct bearing on urban-development policy. The national German and European targets for the reduction of CO2emissions through the year 2020 are equal to around 30 percent of the emissions levels of 1990. Yet ambitious communities, cities, experts and non-governmental organisations have already begun setting their sights on the long-term target of a completely emission-free and 'CO2-neutralen' city. Strategies and instruments designed to accomplish this are now being tried out in Europe and around the globe, yet they are often 'sector-based' and thus limited in their impact. They are predicated upon a constant rise in climate-conscious action on the part of key players, businesses and the citizenry. Parallel to these developments, very recently there have also been a growing number of integrative, spatially circumscribed pilot initiatives and projects designed to implement zero emissions through a variety of standards in the urban space. These standards assume that it is possible to realise CO2-neutral cities, and they investigate how urban-renewal processes suited to this objective can be initiated and implemented for individual neighbourhoods or entire cities.
The aim of plan12, though, is not to promote idle speculation or statistics but rather to broach, analyse and discuss the elements that are 'actually' at issue behind all of this: the development of our cities into places worth living in, into spaces in which intelligent and forward-looking answers are found to the pressing social, transport, climate and aesthetic questions of our day. In all of this, new, and at times not-so-new yet very noteworthy, strategies and methods in architecture and urban development play a central role. At plan12, and with the active participation of attendees, many of these will be presented and (if possible) examined for their suitability.
