M:AI Museum für Architektur und
Ingenieurkunst Nordrhein-Westfalen

Produktive Stadtlandschaft

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Wenn wir heute über „Landschaften“ sprechen, bezeichnen wir damit sowohl die naturbelassenen wie auch die von Menschen mal mehr, mal weniger absichtsvoll gestalteten. Bei den Regionen Nordrhein-Westfalens handelt es sich eigentlich ausschließlich um menschengemachte und in einem weiteren Sinne sogar fast durchgängig um urbane Landschaften. Gerade hier, wo man es mit einer hohen Besiedelungsdichte und einem enormen Funktionsdruck zu tun hat, ist man zwangsläufig mit der Aufgabe konfrontiert, Landschaftsräume sehr bewusst und zukunftsprägend zu gestalten. Dabei stellen sich die Metropolregionen mehr und mehr als ein kleinteiliges Patchwork aus Siedlungs- und Landschaftsfeldern dar, in denen die noch vorhandenen Freiflächen vielfältigen Nutzungsanforderungen gegenüberstehen: als Baulandreserve und Naherholungsraum, für intensive Land- und Forstwirtschaft oder zur Energiegewinnung etwa durch Windräder und Solaranlagen. In NRW stellt sich daher ganz besonders die Frage nach dem Umgang mit Landschafts- und Freiflächen und nach der Verzahnung städtischer Peripherien mit ihrem Umland. Interessant ist dabei der Ansatz, die Freiraumentwicklung an den Stadträndern und in den Agglomerationen aus den Innenstädten beziehungsweise aus den Bebauungskernen heraus zu entwickeln. So soll eine in mehrfacher Hinsicht sinnvolle Verknüpfung von innerstädtischen Grünbereichen, die nicht nur „dekorative“ Funktion haben, mit dem offenen Landschaftsraum
entstehen.

Die Ausstellung des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW stellt zu diesem Thema 13 exemplarische Projekte vor, die ein breites Spektrum an unterschiedlichen Planungszielen, Nutzungsinteressen und Erwartungen sowie Impulswirkungen für die Stadt- und Raumentwicklung zeigen. Aktuelle Projekte aus Nordrhein-Westfalen sind internationalen Beispielen gegenübergestellt – von regionalen Großprojekten bis zu städtischen Grünflächenentwicklungen, von Umnutzungsansätzen bis zu Neudefinitionen von Stadträumen, von ökonomischen Planungsszenarien bis zu neugestalteten Naherholungsgebieten.

 

Productive Urban Landscape If we talk about 'landscapes' today, the term describes landscapes in their natural state and landscapes shaped, sometimes more and sometimes less deliberately, by human hands. The landscapes found in the regions of North Rhine-Westphalia are actually all human-made, and in a broader sense even almost entirely urban landscapes. Particularly here, where population density is high and the pressure to function enormous, one is necessarily confronted with the task of designing the spaces in the landscape in a very intentional and forward-looking way. The metropolitan regions are increasingly a discrete patchwork of fields of residences and landscape in which the open spaces that still remain face a diverse array of usages: as a reserve of land for building and a greenbelt recreation area, for agriculture and forestry, or for energy production, e.g. through wind turbines and solar plants. In NRW in particular, then, the question is how to deal with agricultural and open spaces, and how the peripheries of urban spaces intermesh with surrounding areas. Interesting in this connection is the approach that develops open spaces at the outskirts of cities and in metropolitan areas working from city centres and core areas of development. The aim is to give rise to a linkage, useful in multiple respects, between inner-city green areas, which have nothing but a 'decorative' function, and areas of open landscape.
With this topic in mind, the exhibition by the M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW presents 13 sample projects that illustrate a broad spectrum of different planning goals, usage interests, expectations and stimulus effects for urban and spatial development. Current projects from North Rhine-Westphalia are compared with international examples – ranging from regional large-scale projects to urban developments of greenery, from approaches in adaptive reuse to redefinitions of urban spaces, and from economic planning scenarios to redesigned greenbelt spaces.

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